Wie gefährlich sind Mückenstiche für Hunde?

Wie gefährlich sind Mückenstiche für Hunde?
Veronika Iurkina

Mückenstiche mögen auf den ersten Blick harmlos erscheinen, doch tatsächlich bergen sie erhebliche Risiken für die Gesundheit von Hunden. Diese kleinen Insekten können allergische Reaktionen, Hautreizungen und sogar gefährliche Krankheiten verursachen. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Hauptgefahren und wie man sie vermeiden kann.

1. Risiko einer Infektion mit Herzwürmern

Eine der größten Gefahren im Zusammenhang mit Mückenstichen ist die Herzwurmerkrankung (Dirofilariose). Diese parasitäre Erkrankung wird durch Nematoden der Art Dirofilaria immitis oder Dirofilaria repens verursacht, die durch Mückenstiche übertragen werden.

Nach dem Stich gelangen die Larven der Parasiten in den Blutkreislauf des Hundes. Dort entwickeln sie sich weiter und wandern später ins Herz, in die Lungenarterien oder ins Unterhautgewebe. Wenn die Herzwurmerkrankung nicht behandelt wird, kann sie zu schweren Komplikationen wie Herzinsuffizienz oder Schädigungen der inneren Organe führen.

Hauptsymptome der Herzwurmerkrankung:

  • Husten;
  • Müdigkeit und Schwäche;
  • Appetitlosigkeit;
  • Atemnot.

2. Allergische Reaktionen und Hautreizungen

Bei manchen Hunden können Mückenstiche allergische Dermatitis auslösen. Die Reaktion zeigt sich durch:

  • Hautrötungen;
  • Juckreiz;
  • Schwellungen rund um die Einstichstelle.

Die Tiere kratzen oft an der betroffenen Stelle, was zu Infektionen führen kann.

3. Übertragung von Infektionskrankheiten

Mücken sind auch Überträger anderer gefährlicher Krankheiten, wie:

  • Leishmaniose – betrifft Haut und innere Organe;
  • Babesiose – wirkt sich auf das Blut und die Immunität aus.

4. Allgemeines Unwohlsein

Selbst wenn die Mücke keine Parasiten oder Krankheiten überträgt, verursachen ihre Stiche Unbehagen. Häufige Stiche in der warmen Jahreszeit können die Lebensqualität eines Hundes beeinträchtigen und Reizungen sowie Unruhe auslösen.

Wie schützt man Hunde vor Mückenstichen?

  1. Verwenden Sie Repellents. Es gibt spezielle Mittel für Hunde, die Insekten abwehren.
  2. Antiparasitäre Halsbänder. Einige Halsbänder bieten effektiven Schutz vor Mücken, Zecken und Flöhen.
  3. Begrenzen Sie Spaziergänge in der Dämmerung. Mücken sind morgens und abends am aktivsten.
  4. Schutz in Innenräumen. Verwenden Sie Fliegengitter und spezielle Ultraschallgeräte zur Abwehr von Insekten.
  5. Prophylaxe gegen Herzwürmer. Konsultieren Sie regelmäßig einen Tierarzt, um präventive Maßnahmen gegen Parasiten zu ergreifen.


Mückenstiche können schwerwiegende Folgen für Hunde haben, von leichtem Juckreiz bis hin zu gefährlichen Krankheiten. Der Schutz Ihrer Vierbeiner ist der Schlüssel zu ihrer Gesundheit und einem langen Leben. Nutzen Sie vorbeugende Maßnahmen und achten Sie auf Veränderungen im Verhalten oder Zustand Ihres Hundes.

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